Hochdorf

Hochdorf anfangs 19. Jh.

 

Woher der Name Hochdorf kommt?

Vorweg: hat nichts mit hoch zu tun

Eher mit Hof möglich

Ausgrabungen bei und in der Kirche Hochdorfs belegen frühere Bauten.

Hingegen ist Hodorf die erste gesicherte Schreibweise um 900.

 

In vielen Nachschlagewerken wird der Name Hoftrahun erwähnt, der in Urkunden von 804 und 851 erwähnt wird.

In der Urkunde aus dem Jahre 804 vermachte Engildruda und ihr Mann Reginhardus  Besitzungen an das Kloster St. Gallen. Aber diese wohnten nachweislich in Hohofdhorof "in pago Brisagauginse (Breisgau).

 

In der Urkunde von 851 entlässt Engildruda in Hoftrahum Sigimarum aus der Leibeigenschaft, damit er die Priesterweihe emfangen kann. Wiederum im Kloster St. Gallen verurkundet.

Das ist 47 Jahre später, Engildruda erscheint nun als Witwe d.h. ohne Reginhardus.

 

Es ist also wahrscheinlich, dass es sich um die gleiche Engildruda handelt, die eben nicht im Seetaler Hochdorf wohnte. Es ist kaum ein Zufall, wenn zwei wohlhabende Frauen mit gleichem Namen am gleichen Ort verurkunden.

 

Hofdere oder Hoftere wird das Dorf seit jeher von den Einheimischen so genannt. Ob diese Bezeichnung von Hof her geleitet wurde ist unsicher. Die Forschung hat bis heute noch keine Antworten gefunden.

 

Gesicherte Quellen:

893 – 924 wird Hodorf genannt

1045, 1173 Hotdorf, 1223 Hochtorf Hohtorf, 1250 Hohtorf, 1255 Hochtorf

ab 1285 Hochdorf

 

Diese Namensgebungen waren auch für Hochdorf in Deutschland gängig.

 

Hochdorf von der Kleinwangenstrasse her

 

Die Schokoladenfabrik während Hochdorfs Blütezeit. In der Fabrik arbeiteten vorwiegend junge Frauen aus dem Tessin und Italien.

Quellen:

Bilder: Familienarchiv

Texte: Familienarchiv, Wirtschaftswunder Hochdorf 1880-1914, Comenius Verlag, Hitzkirch