Peter Halters Freunde und Bekannte

Fridolin Hofer

Am 21.10.1861 wurde Fridolin als elftes von18 Kindern in Meggen geboren. Vater Joseph Franz war Schneider und Uhrenmacher, seine Mutter hiess Barbara, geborene Schnider.
Nach der Primar- und einem Jahr Sekundarschule besuchte von 1877 bis 1881 das Lehrerseminar in Hitzkirch.
Lehrer in Buchrain und Luzern
Studium in Siena und Paris, alte und moderne Sprachen und Literatur
Hauslehrer bis 1895 in Florenz und Pisa
Verschiedene Bildungsreisen in die Nachbarstaaten
Ab 1907 lebte er bei seinem Bruder auf dem Hofe Ludigen in Römerswil und war Bauer und Dichter zugleich.
Ab 1930 erblindete er zunehmend und litt zugleich an Herzschwäche.
Werke: Stimmen der Stille, 1907; Im Feld- und Firneliecht, Gedichtband, 1914; Daheim, 1918; Neue Gedichte, 1924; Festlicher Alltag, 1930. Er dichtete in Schriftsprache, einige wenige in Mundart. Quelle: Dr. E. Lanz, Rain

Bildquelle: Gemeinde Römerswil
Bildquelle: Gemeinde Römerswil

Die beiden Seetaler-Dichter pflegten einen regen Briefwechsel von 1912 bis zum Tode von Peter Halter 1922. Es zeugen mehrere Karten von Fridolin Hofer davon.

Hofer hatte auch eine Wanderfreundschaft mit Hedwig, der Tochter von Halters:



So schrieb er an Peter:

Werther Freund!

Ganz unerwartet trifft mich die Trauerkunde vom Hinschied Deiner lieben Hedwig, in der ich eine aufrichtige Freundin meiner Muse verliere. Zum Voraus freute ich mich, ihr bei der geplanten Alpenwanderung diesen Sommer die Hand zu drücken. Nun hat der Tod die Menschenblüte geknickt zum herben Leid ihrer Eltern u. Geschwister u. aller, die ihr im Leben näher getreten. Ja, das Lied klingt echt: "Es ist bestimmt in Gottes Rat, das man vom Liebsten, was man hat, muss scheiden!" Aber Du weisst auch, mein werther lieber Freund, wie trostreich sein Schlussakkord zu Herzen dringt: "Auf Wiedersehn!"

Mit der Versicherung herzlicher Anteilnahme

Dein treuer Frid. Hofer

Römerswil, 9.6.1920

Isabelle Kaiser

Bildquelle: Isabelle Kaiser Museum Beckenried
Bildquelle: Isabelle Kaiser Museum Beckenried

 

Isabelle Kaiser lebte von 1866 bis 1925, geboren in Genf, zog später nach Beckenried, liess dort für sich ein Chalet bauen, das heute noch steht.
Fünfzehnjährig schrieb sie den ersten Roman. In Frankreich gewann sie schon mit achtzehn einen Wettbewerb. Sie schrieb Gedichte, Novellen und Romane in französischer wie auch in deutscher Sprache, u.a. tragische Jungmädchengeschichten und Bergromane.
Für manche ihrer Werke wurde sie in der Schweiz, Frankreich und Deutschland mit namhaften Preisen geehrt.

Sie war die erste Schweizerin, die von ihrer Dichtkunst leben konnte.


In ihrem Chalet an der Dorfstrasse 30 in Beckenried kann der noch im originalen Zustand erhaltene Salon besichtigt werden. Ein Besuch ist lohnenswert.
Voranmeldung: Fam. Peterhans, Tel. 041 620 77 37
Weiterführend:

http://ead.nb.admin.ch/xml/kaiser_isabelle.html


http://www.deutsche-liebeslyrik.de/kaiser_isabelle.htm

 

 

Eine ihrer Karten und ihrer Briefe an Peter Halter vom 16.06.1905:

Ihre Erkundigung nach der nächsten Vorstellung des Winkelrieds 1901:

Bruno Buchmann

Er war langjähriger, seit der Schulzeit, Freund von Peter. Bruno spielte als Vogt Grünenberg noch bei der ersten Winkelried-Aufführung mit. Unmittelbar danach wanderte er nach Chicago aus. Die beiden hatten sehr regen Briefkontakt.

Weitere Informationen über die Buchmanns aus Hochdorf und Umgebung finden Sie auf dieser Seite

oder Bruno Buchmann.

Buchmann mit Enkel
Buchmann mit Enkel